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Geschichte

Dänemarks heutige Form und Ausdehnung sind die Folge wiederholter Landabtrennungen aufgrund der exponierten geographischen Lage des Landes an den Zugangswegen zur Ostsee.

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Das historische Erbe

Vor nicht allzu langer Zeit waren die Dänen ein ungewöhnlich homogenes Volk, was sich dem Umstand zuschrieben lässt, dass Randgebiete des Königreichs im Lauf der Geschichte weggefallen sind. Das traditionell hohe Maß an Gleichartigkeit und Konsens in der dänischen Gesellschaft hängt jedoch auch eng zusammen mit dem disziplinierenden Einfluss der lutherischen Staatskirche, der Gleichschaltung der breiten Bevölkerung durch den Absolutismus, der späten Industrialisierung, die erst spät eine zahlenmäßig starke städtische Unterschicht entstehen ließ, sowie dem mangelnden Erfolg der politischen Parteien, jeweils allein eine absolute Mehrheit zu erreichen, was den Kompromiss zu einer politischen Lebensform gemacht hat. So waren es auch wohl eher derartige historische Erfahrungen - und weniger Schlaffheit und Wohlleben, wie ein dänischer Diplomat 1939 meinte - die für die Entwicklung des modernen dänischen Nationalcharakters bestimmend waren.

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Historischer Überblick

Ca. 12500 v. Chr.: Einwanderung der ersten Jäger
3900 v. Chr.: Ackerbau und Viehzucht
400-700 n. Chr.: Beginnende Urbanisierung
ca. 800-1050: Wikingerzeit

ca. 960:  Aufkommens des Christentums
1013-1042: England unter dänischer Oberherrschaft
1397-1523: Kalmarer Union mit Norwegen und Schweden
1536: Reformation. Norwegen wird in das Königreich Dänemark eingegliedert.
1645/58: Abtretung Schonens, Hallands und Blekinges an Schweden

1660-61: Einführung des Absolutismus
1666-1917: Dänische Kolonien in der Karibik
1788: Aufhebung der Erbuntertänigkeit

1807: Die englische Flotte bombardiert Kopenhagen
1814: Abtretung Norwegens an Schweden
1848: Abschaffung des Absolutismus
1849: Erste freie Wahl, die sogenannte Juni-Verfassung
1864: Abtretung der Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg an Österreich und Preußen (Frieden von Wien)
1901: Einführung des Parlamentarismus
1914-1918: Dänemark bleibt im Ersten Weltkrieg neutral
1915: Verfassungsreform. Frauen erhalten das allgemeine Wahlrecht
1920: Nordschleswig wird nach einer Volksabstimmung mit Dänemark wiedervereinigt
1940-1945: Dänemark unter deutscher Besetzung
1944: Island erlangt Selbständigkeit

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1948: Die Färöer erlangen Selbstverwaltung

1945: Dänemark wird Gründungsmitglied der Vereinten Nationen
1949: Beitritt zur NATO
1953: Verfassungsreform. Einführung des Ein-Kammer-Systems und der weiblichen Erbfolge.

1973: Dänemark wird Mitglied der EG/EU

1979: Grönland erlangt Selbstverwaltung